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Samstagsspaziergänge durch Roßbach – Teil 1

Ich überquere die Mossauer Höhe. Auf der anderen Seite geht der Weg leicht bergab, rechts von mir liegen Wolken im Tal. Flauschig und schwer wie nasse Watte kuscheln sie sich in die Senke, decken die Häuser ein. Ich passiere einen Apfelbaum. Ein Holunderstrauch schmiegt sich in die Beugen der knorrigen Äste. Die cremeweißen Blüten, leuchtendes Gold, vor den dunkelgrünen Blättern des Rosengewächses, die einer Eiche gleich an die ledrige Kluft eines Waldhüters erinnern.

Bei den Hühnerställen läuft der Weg wieder ebenerdig. Wie die gespannten Segel eines Fächerfischs stehen die Härchen der schon gekrümmten Ähren nach oben und fangen das Licht der aufgehenden Sonne. Ein glitzerndes Netz, einem Bachlauf gleich, das Feld ein Getümmel von tausenden Fischen, die Schwerter fest im Boden verankert.

Auf dem Rückweg. Die Sonne von Wolken verdeckt. Die Farben ähnlich der Glut eines ungeheuer heißen Feuers. Ich muss an eine alte Schmiede denken. Drum herum einzelne Wolkenbahnen. Sie spiegeln die Farben wie polierter Stahl. Weiter weg verlieren sich rot und gelb, werden grau. Der Himmel leicht bewölkt.

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